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Vereinsgeschichte

Von der Knüppelkapelle zum begehrten Klangkörper

Der Spielmannszug TV „Deutsche Eiche“ Hirschfeld e.V. ist ein Spielmannszug mit langer Tradition. Hirschfeld liegt im Schraden, einer Landschaft im äußersten Südosten des Landes Brandenburg. Der Spielmannszug ist der größte Verein des ca. 1400 Einwohner zählenden Dorfes. Heute gehört die Gemeinde zum Amt Schradenland im Elbe Elster Kreis, der aus den damaligen Kreisen Bad Liebenwerda, Herzberg und Finsterwalde zusammengelegt wurde. Jährlich stattfindende Musikfeste machten unseren Verein und den Ort weit über die Ländergrenzen hinaus bekannt. Bei den Musikfesten werden dem musikbegeisterten Publikum viele musikalische Leckerbissen geboten. Immer wieder in der zweiten Juniwoche des Jahres treffen sich hier musikalische Klangkörper aus nah und fern. Im Rahmenprogramm gibt es Künstler bekannt aus Funk und Fernsehen zu bewundern. Legendäre Auftritte sind so zum Beispiel die Auftritte der Bachler Buam aus Österreich oder Schlagerstars wie Kristeen. Im Jahr 2004 erwartet man hochkarätige Künstler wie Cora oder die Wilderer aus Österreich. Das besondere Flair rund um die herrlich gelegene Waldbühne geben allen Veranstaltungen einen besonderen Kick. Nähere Informationen dazu wird es zukünftig auf der Homepage www.musikfest-hirschfeld.de geben.

Gründung der „Knüppelkapelle“

Spielmannszug früherDie Spielleute spielten damals zu Festen im Dorf und zu Feierlichkeiten der Vereine ihre Marschmusik, so gut jeder konnte. Bis zu Beginn des 1. Weltkrieges trommelten und pfiffen die Hirschfelder Spielleute bei ihren Festen. Während des Krieges ruhte die „Tätigkeit der Spielleute“. Sie mussten mit auf die Schlachtfelder des Kaisers. Danach begann ein schwerer „Wiederbeginn“. Doch schon kurze Zeit später, nach dem Machtantritt Hitlers wurde die Tätigkeit im Spielmannszug untersagt.

1948 – Die Wiedergeburt der „Knüppelkapelle“

Beim „Biertischgespräch“ im unteren Gasthof besannen sich einige „Ehemalige“ auf „ihre Knüppelkapelle“. Es wurden fast vergessene Bilder hervorgekramt. Mit Hilfe dieser Bilder wurde nach dem Verbleib der Musikinstrumente geforscht. Auch die Angehörigen, der Männer im Krieg gefallen waren, stellten die verborgenen Musikinstrumente zur Verfügung. Die Suche hatte sich gelohnt.

Am 1.Mai 1948 führten nach langer zeit wieder 12 Hirschfelder Spielleute den Maiumzug in Ihrem Ort an. Das war die „Wiedergeburt“ des Spielmannszuges TV „Deutsche Eiche“ Hirschfeld. Aus Spaß am Musizieren trafen sich die Spielleute nun wöchentlich zu Ihren Übungsstunden. Man suchte nach neuen Wegen, um anspruchsvoller musizieren zu können. Dazu gehörte auch das Spielen von Noten in Verbindung mit exakten Bewegungen.

Otto Ringel (+) führte die Spielleute zu neuen Erfolgen

1981 Otto Ringel 70. Geburtstag 198117062013_0000

1960 übernahm Otto Ringel (rechts im Bild) die Leitung des Spielmannszuges. Er brachte die Erfahrungen als Übungsleiter aus seiner Tätigkeit in den Spielmannszügen in Lauchhammer und Schraden ein. Noch im Winterhalbjahr 1960/61 übten die Hirschfelder Spielleute 7 Märsche und das was dazugehört, um sich zu zeigen, ein. Der Fleiß wurde belohnt, denn schon im Sommer 1961 wurde der Hirschfelder Spielmannszug in Cottbus, als bester Zug des damaligen Bezirkes Cottbus, mit dem Titel Bezirksmeister geehrt. Alle Hirschfelder waren mächtig stolz auf Ihre Spielleute. Das war der Anfang Ihrer „Karriere“. Noch im gleichen Jahr nahmen die Hirschfelder Spielleute am DDR-Ausscheid in Schwerin teil und errangen einen achtbaren 7.Platz. Es wurde fleißig weitergeübt, auch am Nachwuchs fehlte es nicht denn 1963 wurde ein Pionierspielmannszug gegründet, der 1970 in den zentralen Pionierspielmannszug berufen wurde. Die Hirschfelder Spielleute überzeugten weiter durch hervorragende Leistungen. Es gelang der Aufstieg zur Sonderklasse! Das war damals die höchste Qualifikation die ein Spielmannszug erreichen konnte. Wie viel Übungsstunden, Fleiß, Disziplin und auch Entbehrungen dazu notwendig waren, kann man nur erahnen.
Musikschau in Leipzig 1977Durch diese Einstufung durften die Hirschfelder Spielleute an allen großen Festen der Republik teilnehmen. Ob bei der Ostseewoche in Rostock, den Weltfestspielen in Berlin 1973, dem Deutschlandtreffen in Berlin, den Turn-und Sportfesten des DTSB (Deutscher Turn und Sportbund) in Leipzig 1969, 1977 und 1983 und vielen anderen Festen, immer war „ihre“ Musik gefragt.

1971 (9)Die Leistung eines Spielmannszuges wird inzwischen an den erreichten Plätzen bei den Meisterschaften gemessen. Damit das Programm für Zuschauer und Spielleute abwechslungsreicher und vielseitiger gestaltet werden konnte, wurden Musikfeste organisiert. 1967 fand in Hirschfeld das 1.Kreisblasmusikfest statt. Spielmannszüge, Schallmaienorchester, Fanfarenzüge und Blasorchester präsentierten sich mit einem Showprogramm ihren Zuschauern. Die Zahl der Zuschauer stieg sprunghaft an. 6000 Zuschauer wurde als größte Teilnehmerzahl in einem Jahr ermittelt. Die Spielleute und Zuschauer waren von dieser Art der Musikfeste begeistert. Diese Musikfeste setzen sich natürlich bis heute fort und haben sich längst in der Region etabliert. Heinz Linge und Frank Pfennig waren die „Nachfolger“ von Otto Ringel. Inzwischen dirigiert Günther Müller die Geschicke des Spielmannszuges.

Die gesellschaftliche Wende (nach 1989)

ÖTB Turnfest Salzburg 200111122013_0002Die Wendezeit mit den politischen Umbrüchen tat dem Vereinsleben nicht weh, eher im Gegenteil und durch die Öffnung der Ländergrenzen, spielt sich der Verein nunmehr selbst in die Herzen außerhalb Deutschlands. Einige wichtige Stationen auf die gern zurückgeblickt wird waren die Mitwirkung beim Gesamtdeutschen Turn und Sportfest in Dortmund, 1991 die Teilnahme am Turnfest in Graz (Österreich), 1994 die Teilnahme am Turnest in Hamburg. 1996 ging es dann erneut nach Österreich zum Turnfest nach Krems, 1998 musizierten die Hirschfelder beim Deutschen Turnfest in München und 2001 waren sie Mitwirkende beim Bundesturnfest in Salzburg (Österreich). Weitere Auftritte hatte man in Polen und in Weißrussland

Der Hirschfelder Spielmannszug in Amerika und anderswo 

wirinnyDas Jahr 2003 war wohl eines der bedeutendsten im Leben dieses Vereines. Erst die unvergessene 600 Jahr Feier in Hirschfeld. Ausführliche Berichte dazu finden Sie unter www.hirschfeld-im-schraden.de. Dann die Teilnahme am Tag der Sachsen und unmittelbar danach ging es mit dem Flieger über den sogenannten „großen Teich“ nach New York. 45 Hirschfelder Spielleute nahmen dort an der German-American-Steuben Parade teil. Unvergessliche Erlebnisse prägten diese besondere Reise, so waren die Spielleute auf einen „Abstecher“ in Kanada und an den Niagara Wasserfällen. Es ist wohl all zu logisch das noch heute viel darüber gesprochen wird. Doch im Verein gibt es schon längst die nächsten Pläne.
100Im Juni des Jahres 2004 fand das erste Internationale Musikfest statt. Diese Idee wurde während der Auftritte im Ausland geboren. So waren Vereine aus Tschechien, Polen und selbst aus dem fernen Afrika anwesend. Die Wilderer, eine Band aus Österreich begeisterte die Musikfreunde an einem der 3 Tage im Abendprogramm. Die Besucher waren sehr angetan und begeistert, so dass man schon längst wieder die nächsten Ideen hatte, für  kommende Feste. So wurden Kontakte geknüpft u.a. nach Österreich, Schweden, Holland, Dänemark, Polen und Tschechien. Die momentan 76 Vereinsmitglieder des Spielmannszuges hatten 2006 ein ganz besonderes Jubiläum vorbereitet. Der Verein wurde 100 Jahre und ist somit der älteste Spielmannszug im Land Brandenburg und wohl auch einer der ältesten überhaupt in Deutschland. Viele Besucher drängten zu den  Festveranstaltungen deren Höhepunkt die große Musikshow am Sonntag dem 11.06.2006 mit über 800 Musikern aus Österreich, Polen und Deutschland war. Als große Überraschung ist es dem Spielmannszug gelungen, dass er einen Zug über 100 Spielleute zusammenstellte. Ehemalige Vereinsmitglieder wurden so rekrutiert, um gemeinsam bei der großen Show auf das Terrain zu ziehen. Der stürmische Applaus des Publikums war die größte Anerkennung für die Spielleute!

Im Rahmenprogramm gab es an den Tagen zuvor so viele musikalische Highlights wie nie zu vor in der Geschichte des Musikfestes. So waren eine gigantische ABBA-Show, ein erstklassiges Roland-Kaiser Double, Gunther Gabriel, Allgäu-Power oder Soul Bros zu erleben um nur einige zu nennen. Rundherum zufriedene Besucher verließen mit einem lachenden und einem weinenden Auge das Festgelände. Das Weinende, weil es so schnell wieder vorbei war und das Lachende, weil man so viele schöne Erlebnisse mit nach Hause nehmen konnte.

IMG_7822Von Jahr zu Jahr versucht nun der Verein seinen Gästen beim Musikfest immer wieder etwas Neues zu bieten. Inzwischen geben sich die Stars tatsächlich die Klinke in die Hand. So konnte man in den letzten Jahren Helene Fischer, Die Amigos, Andreas Martin, Gunther Gabriel u.v.a. begrüßen. Der Verein ist Jahr für Jahr auf vielen Volksfesten aber auch bei privaten Feiern zu sehen. Regelmäßig ist man beim Tag der Sachsen, beim Karneval in Radeburg und Plessa oder beim Frühlingsfest in Elsterwerda dabei.

2008 Peking (3)2008 ging ein riesiger Wunsch in Erfüllung, der Verein war bei den Olympischen Spielen in Peking als musikalischer Gast dabei. 2010 stand eine Reise über Pfingsten nach Belgien an, wo man sich neben 19 weiteren Top-Vereinen aus Europa den Wertungsrichtern erfolgreich stellte.

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2011 nahm man nach 2007 in Dornbirn (A) an der 14. World Gymnaestrada in Lausanne (CH) teil (Bilder in der Galerie). Außerdem reiste man nach Ruda Slaska (PL) zu einem großen Musikspektakel. 2012 war die Teilnahme am 12. ÖTB-Bundesturnfest in Innsbruck ein wichtiger Höhepunkt des Spielmannszuges und im Herbst 2013 stand eine Reise nach Nova Dubnica (SK) zu einem Musikfest an, im Frühjahr 2014 ging es nach Cheb (CZ).

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Voller Stolz gelang es 2008, einen Nachwuchsspielmannszug zu gründen. Mit 30 Kindern im Alter von 6 bis 17 Jahren hat er eine stattliche Spielstärke. Beim 1. Hettstedt-Cup für Kinder-und Jugendspielmannszüge 2014 machte der Nachwuchs einen wunderbaren 8. Platz, es war ganz knapp – aber mit 100% Erststartern konnten sie 2 erfahrene Vereine schlagen und machten eine klasse Figur, darauf sind wir stolz!
Bearbeitungsstand Sommer 2014

Hirschfelder Spielleute auf dem Weg nach Ungarn

Jonas Roch deutet auf ein Bild aus dem Jahr 1948, auf dem sein Urgroßvater zu sehen ist. Foto: Pascal Roch.

Hirschfeld. Am 4. Oktober rollt der Bus für 35 Spielleute aus dem gesamten Schradenland in Richtung Mór. Dorthin sind sie von einem befreundeten Orchester, das bereits vor zwei Jahren am großen Internationalen Landesmusikfestival in Hirschfeld teilnahm, eingeladen worden. Mór im Komitat Fejér gehört zur Weinregion Ungarns und so ist es kaum verwunderlich, dass die Mórer ihr Musikfest mit dem traditionellen Weinfest der Stadt verknüpfen.

Den Spielmannszug TV „Deutsche Eiche“ Hirschfeld erwartet in Ungarn ein gut gefülltes Programm, wie Jonas Roch aus dem Vorstand des Vereins zu berichten weiß. Er hat bereits den Auftritt der Ungarn 2016 in Hirschfeld koordiniert und organisiert jetzt auch die Reise seines Vereins nach Mór. „Wir werden neben einem Tagesausflug nach Budapest auch einen Wettbewerb vor einer hochkarätig und international besetzten Jury absolvieren“, so der 21-jährige Student aus Gröden. Besonders stolz ist Jonas Roch, dass über die Hälfte der mitreisenden Spielleute Kinder und Jugendliche sind. „Das zeigt, dass wir als Spielmannszug keineswegs ein antiquierter Altherrenverein sind, sondern modern agieren und für alle Menschen offen sind.“

Auf die Frage, was ihn selbst vor nunmehr neun Jahren in den Spielmannszug des Nachbardorfes gebracht habe, antwortet er mit einem Lächeln, dass ihm diese Art der Musik wohl im Blut liegen müsse. Sein Urgroßvater habe zu denjenigen gehört, die den heute bereits 112 Jahre alten Spielmannszug am 1. Mai 1948 wiedergegründet haben. Seither sei so ziemlich die halbe Familie mindestens kurzzeitig im Verein aktiv gewesen. „Man darf sich aber keine Illusionen machen“, mahnt er im gleichen Atemzug. Die Situation vor siebzig Jahren sei längst nicht so sorgenfrei gewesen wie heute. „Da musste man die Instrumente erst wieder aus den Verstecken herausholen – die Nazis hatten die freie sportliche und musikalische Betätigung bei Androhung hoher Strafen verboten.“

Und auch die Einheitssozialisten haben es den Spielleuten nicht immer leicht gemacht, weiß der angehende Historiker. Die politische Instrumentalisierung habe das Bild der Spielleute nachhaltig geprägt und das schade ihnen bis heute. Doch der Hirschfelder Spielmannszug zeigt immer wieder, dass er sich davon erfolgreich losgelöst hat. „Die Reise nach Ungarn treten wir – und insbesondere die älteren Spielleute – auch in dem Wissen an, was dieses Land vor 29 Jahren für viele DDR-Bürger bedeutete.“ Aber, das sei auch klar, auf der viertägigen Reise in die Kleinstadt Mór werde man keinesfalls nur in Erinnerungen schwelgen, so Jonas Roch mit einem Lächeln auf den Lippen. „Die Ungarn sind wie wir Ostdeutschen ein geselliges und feierndes Volk. Da werden wir einiges erleben und darauf freuen wir uns.“

Der Spielmannszug TV „Deutsche Eiche“ Hirschfeld e.V. ist ein Verein mit 70 Mitgliedern und langer Tradition. Das jährlich stattfindende Musikfest macht unseren Verein und den Ort weit über die Ländergrenzen hinaus bekannt. Auf unserer Website finden Sie die wichtigsten Informationen zu Verein und Musikfest.

Gerne können Sie uns für Ihre Veranstaltung buchen.

Ihre Anfrage richten Sie an info@spielmannszug-hirschfeld.de


Turnerfahne erzählt eine spannende Geschichte

Im Rahmen des Programms „Zeitensprünge“ kümmern sich junge Menschen um den Erhalt der mehr als 90 Jahre alten Turnerfahne.

Hirschfeld. Nach der Machtergreifung der Nazis war die Fahne des Turnvereins Deutsche Eiche Hirschfeld jahrzehntelang verschollen. Jetzt ist sie wieder aufgetaucht. Junge Menschen kümmern sich um das Symbol.Von Veit Rösler

Der Spielmannszug „Deutsche Eiche“ Hirschfeld ist aus einer 1906 ins Leben gerufenen Knüppelkapelle des Turnvereins Deutsche Eiche hervorgegangen. Das schönste und beeindruckendste Insignium eines jeden Vereins ist eine Fahne. Am 8. Mai 1927 wurde die Fahne des Turnvereins Deutsche Eiche Hirschfeld geweiht. Insgesamt 27 weitere Turn-, Militär- und Radfahrvereine aus der Umgebung nahmen an der Zeremonie teil. Ob die Hirschfelder Turner schon vorher eine Fahne hatten, ist unklar. Klar ist, dass die Turnerfahne jahrzehntelang verschollen war.
Nur sechs Jahre nach der Fahnenweihe wurde der Hirschfelder Spielmannszug wie unzählige weitere Vereine durch die Nationalsozialisten verboten. Die Turnerfahne wäre vernichtet worden, wäre sie in die Hände der Machthaber gefallen. Die bunte Vielfalt der deutschen Vereinskultur war Adolf Hitler ein Dorn im Auge. Um die Fahne zu retten, wurde sie von mutigen Vereinsmitgliedern versteckt. Von nun an galt die Fahne als verschollen. So konnten auch ihre Messingbeschläge nicht als kriegswichtiges Metall eingeschmolzen werden. Nach dem Krieg wurden von der sowjetischen Militäradministration auch wiedergegründete Sportvereine verboten, weil sich in ihnen faschistische Organisationen hätten verbergen können. Die Vereinsfahne der Hirschfelder Turner blieb ohnehin verschollen.
Doch nun ist das Symbol mit einem enormen ideellen und geschichtlichen Wert wieder da. Gefunden wurde es, als der langjährige BSG-Leiter Heinz Melzer bei einem Arbeitseinsatz den Schuppen neben dem Sportlerheim aufräumen ließ. Nachdem sich die fleißigen Helfer durch das Materiallager durchgearbeitet hatten, galt es noch einen letzten Haufen aus Erde und Dünger zu entsorgen. Man staunte nicht schlecht, als ein bunter Stofffetzen in dem Haufen zum Vorschein kam. Es war die ohne weitere Schutzmaßnahme zusammengerollte Turnerfahne. Auch die Fahnenstange und die darauf eingeschlagenen Nägel von 1927 fanden sich an.
Unter der Obhut des Spielmannszuges „Deutsche Eiche“ hat sich der „Mädchentreff Hirschfeld“ der Vereinsfahne als Projektarbeit angenommen. Unter dem Motto „Der Überlebenskampf einer Vereinsfahne“ wird sie im Rahmen des Jugendprogramms „Zeitensprünge“ im Landesjugendring Brandenburg als eine Projektarbeit behandelt, die vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg gefördert wird. Dafür fahren die beteiligten Jugendlichen am kommenden Samstag zusammen mit Mitgliedern des Spielmannszuges zur Projektvorstellung nach Potsdam. Im Rahmen der Projektarbeit wurde die Fahne in Eibenstock von einem Fahnenrestaurator der Fahnen-Fachfirma Diersch & Schmidt begutachtet. Die Fahne sei trotz der Lagerung noch erstaunlich gut erhalten, wurde festgestellt.


Wir suchen DICH – Unser Nachwuchs

Du möchtest neue Leute kennen lernen und die Welt sehen? Du möchtest eine kostenlose und interessante musikalische Ausbildung an einem Instrument des Spielmannszuges erhalten? Dann bist du genau das, was wir suchen! Wir sind auf der Suche nach Kindern und Jugendlichen, die unseren Nachwuchszug bereichern und Spaß am Musizieren haben. Komm vorbei: Jeden Freitag von 17.00 Uhr bis 19.00 Uhr trifft sich der Nachwuchs zum Üben in den Übungsräumen am Sportplatz in Hirschfeld. Mach mit, sei dabei!

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Vielen Dank für die Unterstützung:

Internetwerk GmbH

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#FlashbackFriday Mai

Schon zum fünften Mal ist heute ‪#‎FlashbackFriday‬!
Im Jahr 1969 nahm der Spielmannszug BSG Traktor Hirschfeld wie auch 1977 und 1983 an der Musikschau beim Turn- und Sportfest im Leipziger Zentralstadion teil. Mit tausenden anderen Spielleuten aus der ganzen DDR wurde ein mit den Jahren immer aufwändigeres 10 bis 25 minütiges Programm einstudiert und vor Hunderttausenden im Stadion und an den Fernsehbildschirmen aufgeführt. Noch heute ist „Leipzig“ das Lieblingsthema unserer Älteren. Die Teilnahme an den Musikschauen war an sehr gute Leistungen gebunden.
Nur durch die Einstufung in die Sonderklasse oder Leistungsklasse 1 durften die Hirschfelder am Turn- und Sportfest und an allen großen Festen der Republik teilnehmen, beispielsweise bei der Ostseewoche in Rostock, den Weltfestspielen in Berlin 1973 oder dem Deutschlandtreffen in Berlin. Ein wunder Punkt an der Sache: die viel verbreitete These, die politische Instrumentalisierung sei die Daseinsberechtigung der Spielleute in der DDR gewesen. Mit diesem Denkanstoß reisen wir wieder ins hier und jetzt und freuen uns darauf, dass uns der Landrat zur Auslosung der Startreihenfolge für das Festival der Klänge 2016 besuchen wird.
Hier ein Ausschnitt aus einem Bericht des DDR-Fernsehens zur Musikschau zum TSF 1969. Weitere Videos davon gibt es bei YouTube.

#FlashbackFriday April

Es geht weiter mit unserem ‪#‎FlashbackFriday‬!
Nach den ersten großen Erfolgen in den 1960er Jahren wurde fleißig weitergeübt. Auch am Nachwuchs fehlte es nicht, denn bereits 1963 wurde ein Pionierspielmannszug gegründet, der 1968 Bezirksmeister und 1970 in den zentralen Pionierspielmannszug berufen wurde. Auch 1970, 1971, 1975 und 1990 errang der Hirschfelder Nachwuchs den ersten Platz bei den Bezirksmeisterschaften, 1971 stieg er in die Sonderklasse auf.
Parallel zu dieser steilen Entwicklung überzeugten auch die Erwachsenen weiter durch hervorragende Leistungen. 1974 gelang ebenfalls der Aufstieg zur Sonderklasse! Das war damals die höchste Leistungsklasse (ähnlich der Ligen im Fußball), die ein Spielmannszug erreichen konnte. Wie viel Übungsstunden, Fleiß, Disziplin und auch Entbehrungen dazu notwendig waren, kann man nur erahnen.
1968 fand in Hirschfeld das erste Kreis-Musikfest statt, aus dem sich nach und nach das etablierte Event Internationales Musikfest Hirschfeld entwickelte. Es findet vom 10. bis 12. Juni zum 48. Mal statt und zog schon tausende musikbegeisterte Menschen nach Hirschfeld.
Ihr seht Bilder von der Bezirksmeisterschaft 1968, der Urkunde zur Aufnahme in den Zentralen Pionierspielmannszug und zwei Erwachsenenwettkämpfen in den 1970ern.

April 1968 1970 Aufnahme zentraler PionierSZ 1970 DDR-Ausscheid Rostock 1970er (3)

#FlashbackFriday März

Es wahr wohl bei einem der berüchtigten Stammtischgespräche im Unteren Gasthof, als sich im Jahr 1948 einige Ehemalige auf ihre „Knüppelkapelle“ besannen. Es wurden fast vergessene Bilder hervorgekramt und nach dem Verbleib der Musikinstrumente geforscht.
So führten am 1.Mai 1948 wieder 12 Hirschfelder Spielleute den Maiumzug im Ort an. Dieser Tag gilt als die Wiedergeburt des Spielmannszuges TV „Deutsche Eiche“ Hirschfeld. Wegen der Freude am Musizieren trafen sich die Spielleute nun wöchentlich zu ihren Übungsstunden. Man suchte nach neuen Wegen, um anspruchsvoller musizieren zu können. Dazu gehörte auch das Spielen von Noten in Verbindung mit exakten Bewegungen.
1960 übernahm Otto Ringel aus Lauchhammer die Leitung des Spielmannszuges BSG Traktor Hirschfeld und führte ihn zu großen Erfolgen. Für seine Arbeit erhielt er 1974 sogar die Verdienstmedaille der DDR und galt bis zu seinem Tod im Jahr 1994 als eines der Originale der DDR-Spielleuteszene.
Noch im Winterhalbjahr 1960/61 übten die Hirschfelder Spielleute unter Otto Ringels Führung sieben Märsche ein. Der Fleiß wurde belohnt, denn schon im Sommer 1961 wurde der Spielmannszug Bezirksmeister des Bezirkes Cottbus. Alle Hirschfelder waren mächtig stolz auf Ihre Spielleute. Noch im gleichen Jahr nahmen die Hirschfelder Spielleute am DDR-Ausscheid in Schwerin teil und errangen den 7.Platz; bereits 1963 erspielten sie bei den DDR-Meisterschaften den 3. Platz. Diese Zeit gilt als der Beginn der großen Erfolge des Hirschfelder Spielmannszuges, der von 1970 bis 1990 bei 14 von 20 Bezirksmeisterschaften auf dem Treppchen stand…
Das Bild zeigt den DDR-Ausscheid in Schwerin 1961, Stabführer ist Otto Ringel.

März 1961 DDR-M Schwerin

#FlashbackFriday Februar

Weiter geht es mit dem monatlichen Rückblick auf unsere Vereinsgeschichte.
Während des Ersten Weltkrieges ruhte die Tätigkeit der Spielleute. Nach 1918 startete man einen schweren aber erfolgreichen Wiederbeginn. Die Bilder aus dieser Zeit muten noch sehr preußisch und militaristisch an und wie wir aus den wenigen Quellen erfahren können, hatte sich bei den Spielleuten in den 1920er Jahren im Vergleich zur Vorkriegszeit tatsächlich kaum etwas verändert.
Auf dem ersten Bild seht ihr einen Blumenreigen des TV „Deutsche Eiche“ von 1920 (leider ohne Spielleute) und auf dem zweiten die Fahnenweihe von 1927.

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110 Jahre Spielmannszug TV „Deutsche Eiche“ Hirschfeld – Ein Grund zum Feiern!

Im kommenden Jahr feiert der Hirschfelder Spielmannszug sein 110jähriges Bestehen – und das gleich doppelt. Beim 48. Internationalen Landesmusikfestival vom 10. bis 12. Juni 2016 wird Hirschfeld wieder Gastgeber für alle Musikliebhaber in der Region und darüber hinaus, denn auch in diesem Jahr ist, wie das vorläufige Programm verrät, für jeden etwas dabei. Am Freitag, den 10. Juni wird die bekannte Rammstein-Coverband R+ Members Club (RMC) zu Gast sein, die die Waldbühne Hirschfeld ähnlich wie in diesem Jahr die Jailbreakers mit ihrer ACDC-Show zum Kochen bringen wird. Am Samstag begrüßen wir die Jolly Jumpers, die Partyband, die schon seit mehreren Jahren zum Musikfest spielen sollte, aber immer schon ausgebucht war. Für das 110jährige Jubiläum nehmen sie sich aber natürlich für uns Zeit. Schließlich haben wir schon oft gemeinsam bei anderen Festen gefeiert und uns kennengelernt. Die Jolly Jumpers spielen alles, was das Publikum sich wünscht und sind in unserer Region durch viele große Konzerte bekannt. Am Sonntag dürfen wir zur Internationalen Musikshow wieder Gäste aus nah und fern begrüßen, beispielsweise ein Blasorchester aus Ungarn, den Fanfarenzug Strausberg, den Fanfarenzug Großräschen, die Dresden Pipes & Drums, die Juniorband des Spielmannszuges Oberlichtenau und viele mehr. Das Fest verspricht also jetzt schon, den Ansprüchen der Gäste gerecht zu werden. Im Moment werden noch kleinere Programmpunkte arrangiert, um das Fest noch abwechslungsreicher und vielfältiger zu gestalten.

Das zweite große Event im nächsten Jahr ist das 2. Festival der Klänge, die Landesmeisterschaft der Turnermusiker in Brandenburg und Berlin, bei dem am 09. Juli 2016 ca. 350 Musiker nach Hirschfeld reisen, um sich sportlich und fair dem internationalen Wertungsgericht zu stellen. Ein besonderes Augenmerk dieser Veranstaltung liegt bei der Förderung der Kinder und Jugendlichen, den Juniorbands der teilnehmenden Spielmannszüge, Schalmeienorchester und Fanfarenzüge. Neben dem Leistungsvergleich und der damit verbundenen Leistungs- und Niveausteigerung der einzelnen Vereine hat sich dieser Wettbewerb aber noch eine weitere Zielprämisse gesetzt. Beim Festival der Klänge bedeutet dies: „Musik für Freunde“. Freunde sind hierbei nicht nur die Musiker selbst. Die Landesmeisterschaft ist ein soziales Ereignis, bei dem sich die Turnermusiker alljährlich wiedersehen und Musikbegeisterte einander kennenlernen. Dieser Höhepunkt im gesellschaftlichen Leben der Spielleute wird natürlich auch von den Eltern, Bekannten und Verwandten der Aktiven begleitet. In erster Linie geht es hier aber um alle Musikbegeisterten aus nah und fern. Allen Vereinen wird es am Tag der Meisterschaft möglich sein, ihr individuelles Können unter Beweis zu stellen, gemeinsam zu musizieren und sich persönlich auszutauschen. Dieser verbindende Gedanke zeichnet das Festival der Klänge aus und trägt das Motto sowie das Programm. Unser Nachwuchsspielmannszug trainiert schon seit August für diesen Tag, um mit der harten Konkurrenz mithalten und sie auch überholen zu können. Auch der Sportlerball, die Abendveranstaltung nach dem Wettbewerb, wird vom Motto geleitet. Dieser Programmpunkt soll an der Waldbühne stattfinden und wird öffentlich sein. Eine Liveband und ein DJ werden den Sportlerball musikalisch umrahmen, sodass für jeden Musikgeschmack das Richtige gespielt wird. Die Schirmherrschaft der gesamten Veranstaltung wird dankenswerterweise Landrat Christian Heinrich-Jaschinski übernehmen. Außerdem freuen wir uns über die Unterstützung durch das Amt Schradenland, den Amtsdirektor und die Gemeinde.

110 Jahre Spielmannszug TV „Deutsche Eiche“ Hirschfeld – das wird ganz nach Hirschfelder Manier doppelt gefeiert. Um bei beiden Veranstaltungen auch auf die Geschichte und die Tradition des Vereins eingehen zu können, möchten wir unsere Chronik gerne erweitern und bitten daher alle, die bei sich alte Bilder, Schriftstücke oder Instrumente finden, uns zu unterstützen, egal ob als Leihgabe, Schenkung oder auch nur zum Digitalisieren. Wir freuen uns über jeden Helfer in dieser Sache. Interessierte melden sich hierfür bitte bei Jonas Roch (0174 425 76 49 oder jonas.roch97@googlemail.com).

Wir danken allen Unterstützern jetzt schon für Ihre Hilfe, wünschen allen Lesern, Sponsoren, Freunden, Eltern und natürlich unseren Mitgliedern eine besinnliche Weihnachtszeit und freuen uns auf ein schönes Jubiläumsjahr 2016.

Weitere Informationen finden Sie bei Facebook oder unter www.spielmannszug-hirschfeld.de.

Hirschfelder Spielleute in Wurzen

Einziger Brandenburger Teilnehmer beim 24. Tag der Sachsen in Wurzen war der Spielmannszug TV „Deutsche Eiche“ Hirschfeld e.V. Nach dem Fackelumzug zum Schützenfest in Döllingen reisten die 45 Spielleute in die Muldestadt.

Dort wurde in der Nacht das Quartier bezogen, die Feststadt erkundet und mit alten und neuen Freunden gelacht, getanzt und auch mal ein Bier getrunken. Am Samstag ging es nach dem Frühstück zur Internationalen Bühne, wo der erste Auftritt stattfand. Vor allem die Tanzgruppe aus Wurzens Partnerstadt in Ungarn und auch der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich waren von der Vielfalt der Musik begeistert. Märsche, Horntitel und Stimmungsmacher gehörten zum Programm, das alle Zuschauer und –hörer zum Mitklatschen veranlasste. An diesen Höhepunkt schloss die Erkundung der Stadt mit den vielen Ständen und Geschäften an. Für die kleinen und großen Spielleute war gemäß dem Motto dieses Tages der Sachsen in der ganzen Stadt „Wunderland“. Am Abend dann nahm Vereinsleiter Günther Müller gemeinsam mit dem jüngsten mitgereisten Spielmann Brooklyn Schmidt (4) einen Scheck über 500€, gestiftet von Radio PSR und Echter Nordhäuser, entgegen. Zuvor hatten alle Hirschfelder kräftig im Internet für einen Cocktail abgestimmt, den ein Vereinsmitglied zugunsten des Spielmannszuges kreiert hatte. Mit 50% der Stimmen konnten die Hirschfelder die Abstimmung für sich entscheiden und somit die 500€ für die Nachwuchskasse gewinnen. Am späteren Samstagabend erkundeten die Erwachsenen weiter die Stadt und die Kinder machten es sich in der Unterkunft gemütlich.

Der Festumzug am Sonntag war wie immer unumstrittener Höhepunkt des Wochenendes. Als letzter Spielmannszug waren die Hirschfelder quasi der musikalische Abschluss des Umzuges. Stark beklatscht von den Zuschauern der Ehrentribüne, auf der unter anderem Ministerpräsident Stanislaw Tillich und Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler saßen, zog der Hirschfelder Spielmannszug durch die Ringelnatzstadt und schloss damit dieses erlebnisreiche Wochenende ab, das wohl jedem Teilnehmer im Gedächtnis bleiben wird. Im nächsten Jahr wird der Spielmannszug natürlich beim 25. Tag der Sachsen in Limbach-Oberfrohna erneut sein Publikum erfreuen.

Spielmannszug sagt „Danke!“

Am Samstag, den 25. Juli lud der Spielmannszug TV „Deutsche Eiche“ Hirschfeld e.V. alle Helfer und Unterstützer des diesjährigen Internationalen Landesmusikfestivals zur traditionellen Dankeschönveranstaltung auf die Waldbühne ein. Bei gegrilltem Schwein, Bier und Musik wurde gefeiert, getanzt und gelacht. Vereinsleiter Günther Müller bedankte sich anfangs bei allen anwesenden Helfern für Ihren unermüdlichen Einsatz am Festwochenende. Anschießend übergaben Annette Nittel und Kristin Dittmann von der Sparkasse Elbe-Elster eine Spende in Höhe von 700 Euro an den Verein. Damit drücken die Sparkasse und auch der Landkreis Elbe-Elster ihre Anerkennung für die geleistete Arbeit und ihren Glückwunsch zum dritten Platz bei den Landesmeisterschaften am 11. Juli in Brandenburg/ Havel aus. Das Geld wird 1:1 in den Nachwuchs des Vereins investiert werden und garantiert somit die Fortführung der erfolgreichen Nachwuchsarbeit. Als Dankeschön spielte der Nachwuchs den Gästen der Dankeschönveranstaltung ein spontanes Ständchen. Auch durch verschiedene weitere Programmpunkte wie Gesang, Tanz und Theater gestaltete der Nachwuchs den Anwesenden einen unterhaltsamen Abend. Im nächsten Jahr werden die Helfer dann doppelt benötigt: zum Internationalen Landesmusikfestival vom 10. bis 12. Juni und bei der Landesmeisterschaft der Brandenburger und Berliner Spielleute Mitte Juli, bei der der Hirschfelder Spielmannszug sein 110jähriges Jubiläum begeht.

Kristin Dittmann und Annette Nittel übergaben die Spende der Sparkasse Elbe-Elster an Günther Müller und Jonas Roch vom Spielmannszug (v.r.n.l.).

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Hirschfelder Nachwuchs schafft es aufs Siegertreppchen

Spielmannszug Deutsche Eiche feiert dritten Platz bei Landesmeisterschaft / 2016 kommt Wettkampf nach Hirschfeld

Hirschfeld/Brandenburg an der Havel. Das harte Training hat sich gelohnt. Mit seinem Sprung aufs Siegertreppchen bei der Landesmeisterschaft am Wochenende zeigte der Hirschfelder Jugendspielmannszug, dass er zu den Besten Brandenburgs gehört. 250 Musiker aus ganz Brandenburg zeigten am vergangenen Wochenende in Brandenburg an der Havel, was sie an Becken, Flöte und Trompete so drauf haben. Auch der Hirschfelder Nachwuchs war mit rund 25 Kindern und Jugendlichen vertreten. Mittendrin war Jonas Roch. Der 18-Jährige gab in den zwei Wettkampfdisziplinen sein Können an der Pauke zum Besten. Im Standspiel, das höchstens vier Minuten lang sein darf, spielten die Hirschfelder den Klassiker „Puppet on a string“ und „Mambo“. „Die Aufregung war hoch, aber es gab keine großen Pannen. Wenn, dann sind sie uns nicht aufgefallen“, sagt der Abiturient. Dass sich ihre Disziplin und das harte Training im Vorfeld ausgezahlt haben, wurde ihnen spätestens bei der Siegerehrung klar. Denn der Hirschfelder Jugendspielmannszug hat den Sprung auf das Siegertreppchen geschafft und den dritten Platz erreicht. „Wir haben gehofft, dass wir vorn dabei sind. Aber der Moment der Verkündung war Wahnsinn. Alle haben sich in den Armen gelegen. Unser neuer Tambour-Stab hat uns Glück gebracht“, erzählt der Mann am Schlaginstrument. Für den Nachwuchs gab es 82,21 von maximal 100 Punkten. Im Vergleich zu den Erstplatzierten aus Mittenwalde, die gut 84 Punkte erzielten, sei das ein sehr enges Ergebnis. „Die Platzierung zeigt, dass wir in Brandenburg mithalten können, eine sehr gute Leistung bringen und bestätigt einfach unsere Arbeitsweise“, so Jonas Roch. Für ihn war es die letzte Teilnahme an dem Wettkampf – aber nur in der Kategorie Nachwuchs. Ab sofort tritt der 18-Jährige mit dem Erwachsenenspielmannszug auf. Nach dem diesjährigen Musikfest im Juni und dem erfolgreichen Wettkampf ist jetzt erst einmal Saisonausklang. Fortgesetzt wird das Training dann nach den Ferien, denn auch im kommenden Jahr haben sich die Hirschfelder viel vorgenommen. Der Verein erwartet ein besonderes Heimspiel: Im Jahr 2016 kommt die Landesmeisterschaft vor die eigene Haustür nach Hirschfeld. „Da werden wir mit je einer Nachwuchs- und Erwachsenenmannschaft antreten“, weiß Jonas Roch schon.

Staffelstabübergabe: Hirschfelds Stabführerin Hanna Stange (l.) übernimmt den Stab aus den Händen von Steffen Opitz und Claudia Blankenhorn vom Spielmannszug FTV Stahl Brandenburg. Foto: privat

Quelle: LR vom 15.07.2015

Hirschfelder blasen den Marsch

Mit neuem Tambour-Stab fährt der Spielmannszug Deutsche Eiche zur Landesmeisterschaft

Hirschfeld. Er soll ihnen Glück bringen, der neue Tambour-Stab für den Hirschfelder Jugendspielmannszug. Am Samstag reisen 35 Kinder und Jugendliche des Spielmannszuges Deutsche Eiche Hirschfeld zusammen mit Eltern und Trainern nach Brandenburg an der Havel, um am ersten Festival der Klänge, der Landesmeisterschaft der Brandenburger Spielleute, teilzunehmen. Vereinschef Günther Müller ist zuversichtlich, dass die Jugendlichen des Vereins dabei einen vorderen Platz ergattern. Alle Spitzenzüge des Landes werden mit einer Jugend-Formation vertreten sein. Etwa zehn Teams werden erwartet. Nicht nur Glück ist nötig. „Dazu gehört ein unendlicher Aufwand an Training. Und es ist ein knallhartes Training“, lässt Günther Müller durchblicken. Man habe in den letzten Wochen nahezu jede freie Minute geübt, geübt und geübt. Die Kinder und Jugendlichen bringen nach dem harten Training zum Teil Leistungen, die so mancher Erwachsene nicht mehr drauf hat. Immerhin sei ja auch für den ganzen Verein wichtig, das immer wieder Kinder und Jugendliche nachrücken. „Sie sind ehrgeizig. Sie wollen in Brandenburg einen vorderen Platz gewinnen. Dafür wird geübt, was überhaupt irgend machbar“, beschreibt Günther Müller die vergangenen Wochen. Jede auch noch so winzige Kleinigkeit wurde so lange geübt, bis sie gesessen hat. Und dazu gehört auch der neue Tambour-Stab, mit der die 15 Jahre alte Stabführerin Hanna Stange ihre Formation anführen wird. Der alte Stab war bei einem Training zerbrochen. Die Stäbe sind hohen Belastungen ausgesetzt. Schnell kann es geschehen, dass sie aus Versehen anstoßen, vor allem niedrige Hallen, Toreinfahrten und auch Türrahmen sind schon so manchem Tambour-Stab zum Verhängnis geworden. Sie sind ständig in Betrieb und schnell sind sie eingebeult. Insgesamt 500 Euro haben die Hirschfelder Spielleute für den neuen Tambour-Stab ihrer Jugendformation in einer Manufaktur für Musikinstrumente ausgegeben. Dafür wird übrigens noch ein Sponsor gesucht. Mit bis zu 800 Euro kann so ein präzise gearbeiteter Stab aus besten Hölzern zu Buche schlagen. Für den Nachwuchs muss der Stab besonders leicht sein. Der Stabführer spielt in der Formation eine wesentliche Rolle, die bei einem Musik-Wettkampf wie am Wochenende in Brandenburg mit bewertet wird. Chorleiter und Dirigenten klassischer Orchester kennen nur den kleinen Dirigentenstab, der Stabführer eines Spielmannszuges kann diesen jedoch nur bei Bühnenauftritten einsetzen. Beim Marschieren würden die Mitglieder des Zuges seine Anweisungen nicht sehen können. Deshalb hat der Stabführer den Majorsstab, mit dem er Marsch- und Spielbefehle geben kann.

Hirschfelder blasen den Marsch Ein neuer Tambour-Stab für den Hirschfelder Jugend-Spielmannszug zur Landesmeisterschaft der Brandenburger Spielleute. Vereinschef Günther Müller und Stabführerin Hanna Stange mit Nachwuchskraft Brooklyn in ihrer Mitte. Foto: Veit Rösler/vrs1Hirschfelder blasen den Marsch Ein neuer Tambour-Stab für den Hirschfelder Jugend-Spielmannszug zur Landesmeisterschaft der Brandenburger Spielleute. Vereinschef Günther Müller und Stabführerin Hanna Stange mit Nachwuchskraft Brooklyn in ihrer Mitte. Foto: Veit Rösler/vrs1

Wettkampf – Klappe die zweite!

Nach langem Überlegen und Diskutieren hat sich die Vereinsleitung in Absprache mit den Übungsleitern dazu entschieden, die Teilnahme unseres Vereins an der Weltgymnaestrada in Helsinki zu kippen. Diese Entscheidung fiel niemandem leicht; zu gerne hätten wir das dritte Mal in Folge an dieser hochkarätigen Turnveranstaltung teilgenommen.
Keinesfalls sollte man aber jetzt den Kopf in den Sand stecken, denn zugunsten unseres Nachwuchszuges haben wir uns dazu entschieden, diesen erneut zu einem Wettkampf zu schicken.
Etwas über ein halbes Jahr ist der Hettstedt-Cup, bei dem wir eine grandiose Platzierung erreichten, vorbei und es wird schon wieder trainiert. In diesem Jahr wird der Nachwuchs des Spielmannszuges TV „Deutsche Eiche“ e.V. am 1. Festival der Klänge, der Landesmeisterschaft der Brandenburger Spielleute, am 11. Juli in Brandenburg an der Havel teilnehmen und sich mit anderen Nachwuchszügen des Landes sportlich und fair messen.
Dafür wünschen wir den Kindern und Jugendlichen schon jetzt maximale Erfolge und Durchhaltevermögen beim Training!

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Musikfestplanung abgeschlossen

Auch in diesem Jahr werden wir zum Musikfest so einige Stars begrüßen dürfen, die heute nur kurz vorgestellt werden sollen. Genauere Informationen gibt es in den kommenden Wochen bei Facebook (Spielmannszug TV „Deutsche Eiche“ Hirschfeld e.V., Internationales Musikfest Hirschfeld​ und Waldbühne Hirschfeld​) und auf www.spielmannszug-hirschfeld.de.

Wir freuen uns, am Freitag, den 12. Juni, The Jailbreakers​ – die beste ACDC-Coverband – auf der Waldbühne begrüßen zu dürfen. Sie werden das Rock’n’Roll-Fieber, das nach dem ACDC-Konzert in Dresden im Mai in unserer Region aufkommen wird, in Hirschfeld aufflammen lassen und Euch mit feinster Rockmusik entertainen!

Am Samstag (13. Juni) werden uns dann DIE DORFER​ aus Österreich einheizen. Mit ihrer volkstümlichen aber auch modernen Musik begeistern sie ihr Publikum bei jedem Auftritt und sind nun schon das 2. Mal auf der Waldbühne zu Gast – Ihr Auftritt bedeutet Party und Spaß pur!

Am 14. Juni, dem Familiensonntag, werden wieder Hunderte Musiker verschiedener Genres die Atmosphäre des Waldstadions bestimmen. Die Weltmeister vom Spielmannszug Oberlichtenau​ und dem Fanfarenzug Strausberg​, der sächsische Landesmeister Spielmannszug Zabeltitz​ und Gugge- und Blasmusikvereine aus ganz Europa werden zusammen wieder eine unglaubliche Show präsentieren. Ein Muss für jeden Fan und alle Familien!

Wir laden Euch alle ein, zu unserem 47. Internationalen Musikfest 3 wundervolle und unvergessliche Tage zu erleben und unser 109jähriges Vereinsjubiläum gemeinsam mit euch zu zelebrieren.

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Karnevalssaison 2014/2015

Am kommenden Wochenende ist schon wieder Karneval und traditionsgemäß sind wir von früh bis spät mit unserer Marsch- und Stimmungsmusik dabei. Samstag werden wir zum 60.(!) Umzug in Plessa spielen und am Sonntag fahren wir dann noch in der Finsternis nach Radeburg zum 58. Umzug und Sachsens größtem Straßenkarneval. An beiden Tagen führen wir die Umzüge an und werden auch hier und da außerhalb des Umzugs spielen.
Erstmals werden wir auch mit neuen zum Karnevalsoutfit gehörenden Mützen auftreten; seid also gespannt.
Eins steht fest: Es wird wieder eine schöne Zeit in Blesse und RaBu und wer dabei sein möchte, der kann sich auf den Internetseiten der beiden Vereine bestens über alles informieren.

Plessaer Carnevals-Club e.V.: www.aliwatschi.de

Radeburger Carnevals-Club: www.rcc-radeburg.de

2014 – Ein Jahresrückblick

Das Jahr 2014 war für unseren Verein ein erneutes Zeichen für die Qualität unserer musikalischen, sozialen und organisatorischen Arbeit. Nach den ersten Übungsstunden im Januar waren die Karnevalsumzüge in Plessa und Radeburg unsere ersten Höhepunkte. Ganz besonders dabei war, dass die Prinzessin der 59. Saison des PCC aus unserem Verein stammte.

Unser Vereinsgelände diente als Festplatz für die 650-Jahrfeier Hirschfelds im Mai, eine Woche später reisten wir zur 750-Jahrfeier nach Kiesdorf. Das Musikfest am zweiten Juniwochenende war mit dem Stargast Michelle ein wie immer unvergessenes Ereignis im Vereinsleben, bei dem sich Erwachsene und Nachwuchs zur Musikshow am Sonntag wieder von ihrer besten Seite zeigten. Unmittelbar nach dem Musikfest folgte eine Vereinsreise zu einem Internationalen Musikfest mit musikalischen Wettkämpfen nach Cheb (CZ). Dort konnten wir ebenfalls durch unser exaktes und diszipliniertes Auftreten punkten und Kontakte mit Bands aus der ganzen Welt, z.B. aus Mexiko, knüpfen.

Neben den Vorbereitungen und Trainingseinheiten für den Nachwuchswettkampf im September nahmen wir im Sommer an der Cold Water Challenge teil und erfreuten die Besucher des Merzdorfer Freibades mit unseren Melodien. Im August fand dann ein Nachwuchstrainingslager statt. Die Teilnahme am Tag der Sachsen in Großenhain war für alle Mitglieder ein besonderes Erlebnis, bei dem wir uns mit vielen sächsischen Vereinen austauschen und bekannt machen konnten. Bei unseren Auftritten konnten wir stets die Herzen der Zuschauer und -hörer für uns gewinnen. Ein Wochenende später hatte die entscheidende Stunde für unseren Nachwuchszug geschlagen: Sie bestritten ihren ersten Wettkampf in Hettstedt und konnten sich gegen 2 erfahrene Vereine durchsetzen und einen wunderbaren 8. Platz erringen.

Im Herbst fanden wieder einige Lehrgänge statt, bei denen wir ebenfalls beteiligt waren. Nun, in der kalten Jahreszeit, konzentrieren wir uns neben Auftritten bei Weihnachtsmärkten u.ä. auf unsere musikalische Ausbildung und das Einstudieren neuer Titel.2014

Weihnachtsfeier 2014

Am gestrigen Abend fand unsere diesjährige Weihnachtsfeier statt. Der Nachwuchs feierte mit bekannten Spielen und auch der Weihnachtsmann durfte nicht fehlen. Zusammen mit den Erwachsenen schauten wir dann die Videoaufnahmen von einem Höhepunkt des diesjährigen Vereinslebens, dem 1. Hettstedt Cup für Nachwuchsspielmannszüge, an. Dabei erinnerten wir uns gemeinsam an den schönen Tag.
Die Erwachsenen feierten dann in gemütlicher und lockerer Runde weiter und ließen das Vereinsjahr 2014 ausklingen.
Ganz besonders freuten wir uns über einen Scheck der Sparkasse Elbe – Elster in Höhe von 500 Euro. Damit werden im kommenden Jahr neue Instrumente und Zubehör finanziert werden. Nochmals ein großes Dankeschön an die Sparkasse!

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Weihnachtsevent 2014

Zum diesjährigen Hirschfelder Weihnachtsevent konnte unser Nachwuchszug seine eigens dafür einstudierten Weihnachtslieder präsentieren. Außerdem konnten wir beim Verkauf von Bratwurst und Glühwein an unserem Stand wieder viel Geld für die Nachwuchsausbildung 2015 sammeln.IMG-20141214-WA0034 IMG_546264447711692

60 Jahre PCC

Am Samstag, den 29.11.2014 war eine kleine Abordnung zum 60jährigen Jubiläum des Plessaer Carnevals-Club e.V. und hatte ein leckeres Geschenk dabei. Wir wünschen uns weiterhin eine so gute Zusammenarbeit und gratulieren auch auf diesem Wege zum Jubiläum!

Gruselig…

Zu Halloween ging es für unseren Nachwuchs als kleine Überraschung nach Plessa zum Gruselabend. Sogar die ganz kleinen Spielleute trauten sich, den Erwachsenen-Parcours zu durchqueren. Die Erschrecker waren aber gütig und für die Kleinen etwas weniger gruselig. Danach ließen sich die Kinder schminken und den Abend mit ihren Übungsleitern gemütlich ausklingen. Ein Lob an den Plessaer Carnevalsclub für die Organisation dieses gelungenen Events!

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5. LandesWorkShop des FB MSW des MTB

Am vergangenen Wochenende fand im KIEZ Bollmannsruh der 5. LandesWorkShop (LWS) des Fachgebietes Musik und Spielmannswesen (MSW) des Märkischen TurnerBundes e.V. (MTB) statt. Daran nahmen auch 5 Hirschfelder Spielleute teil und erwarben in 3 Seminaren neue Kenntnisse im Trommeln, Marschieren und Horn blasen. Die Teilnahme hat allen Spaß gemacht und die neu erlernten Techniken und Kompetenzen werden in den nächsten Übungsstunden neu aufgegriffen und vertieft werden.                                                                                  

Getrommelt, gepfiffen und geblasen…

…wurde am Dienstag, den 21. Oktober auf dem Gelände des Spielmannszuges. Dieser hatte die Kinder der großen Gruppe des Kindergartens eingeladen, um die Instrumente des Spielmannszuges und auch das Marschieren einmal auszuprobieren. Das fand bei den Kleinen großen Anklang, sodass sie sich schnell für die Sache begeisterten. Obwohl das Tragen von Trommel, Lyra, Pauke, Becken und Co. vielleicht noch schwer fiel, hat den Kindern dieser Ausflug sehr viel Spaß bereitet. Einige sahen wir am Freitag zur Übungsstunde wieder und übten die ersten Noten und Schläge. Wenn auch du mitmachen möchtest, dann besuch‘ uns doch auch; freitags von 17.00 Uhr bis 19.00 Uhr.

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