Musikfest Hirschfeld

Das Internationale Musikfest in Hirschfeld hat eine langjährige Tradition und ist das größte Musikereignis im Elbe-Elster-Kreis und eines der größten Feste dieser Art in Ostdeutschland. Es wird von den Mitgliedern des Spielmannszuges TV „Deutsche Eiche“ Hirschfeld e.V. selbst organisiert und ist seit 1968  fester Bestandteil des Vereins- und Dorflebens.

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Programm 2026 

 

Das komplette Programm für unser 120  – jähriges Bestehen wird noch bekannt gegeben!

 

 

 

Kulturreise Elbe Elster

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 3  Tage  Hirschfeld Musikfest – Für  wen  eigentlich?

Freitags – Party für Jung und Alt

Der Fassbieranstich durch den Bürgermeister und Vereinsleiter – die seit Jahren beliebte Eröffnung der drei Festtage. Ab und an erhalten sie Verstärkung durch den Amtsdirektor oder andere Personen des öffentlichen Lebens.

Beliebt und bekannt ist die Waldbühne durch ihre einmalige Atmosphäre und den fast schon familiären Charakter.    Holländische Tänzer

Freitags gibt es neben einer Open-Air-Disko Stars aus Funk und Fernsehen zu sehen. In den letzten Jahren waren so u.a. Andreas Martin, Soul Bros, Susan Schubert, Schnitte, Kristeen, eine ABBA-Show, CORA oder ein Feuerspektakel mit Akteuren aus 17 Nationen zu erleben.

Überraschungen gibt es immer wieder zu erleben, so die spektakulären Aufführungen des Musicals „König der Löwen“ (Auszüge) im Jahr 2006!


Samstags – ein Fest der Familie – Jung und Alt feiert hier gemeinsam

Teilweise droht die Waldbühne aus den Nähten zu platzen. Kein Wunder, denn Die AMIGOS, Helene Fischer, Bernd Clüver, Chris Roberts, Gunther Gabriel Andreas Martin, das Nockalm Quintett, Nino de Angelo, MICHELLE u.v.a. waren hier schon zu sehen. 

Musikfest DSC03962Im Herbst 2012 wurde mit dem Umbau der Waldbühne begonnen. Erstklassige Bedingungen erwarten seit der Eröffnung beim 45. Internationalen Musikfest 2013 die Stars und Gäste.

 

 


Sonntags – 600 Spielleute aus immer unterschiedlichen Ländern marschieren auf

Immer wieder Sonntags steigt die wohl größte Musikshow weit und breit. Rekordverdächtige 600 Musiker gestalteten die große Internationale Musikshow 2013, 2014 waren es sogar 650.Musikshow sonntag

Jedes Jahr ab 13:00 Uhr gibt es ca. 8 bis 10 Musikformationen aus dem In- und Ausland zu sehen und zu hören. Bisher begeisterten Musiker aus Österreich, den Niederlanden, Polen, Schottland, Schweiz, Tschechien, Ungarn, der Slowakei, Dänemark und natürlich aus dem Gastgeberland Deutschland die Besucher in Hirschfeld. Sehr erfolgreiche Musikformationen sind jedes Jahr zu sehen und zu erleben. Eine großartige Atmosphäre zeichnet das Waldstadion aus.

 


 
 
 
51. Internationales Hirschfelder Musikfest startete mit einem widerspenstigen Fass Bier und endete mit großer Show.
Ein widerspenstiges Fass Bier hat zum Auftakt des diesjährigen 51. Hirschfelder Musikfestes die angehende neue Bürgermeisterin Ivonne Haase beinahe zur Verzweiflung gebracht! Altbürgermeister Bernd Trobisch ließ seine Nachfolgerin wenige Tage vor Amtsantritt den offiziellen Fassbieranstich zelebrieren. Ohne vorher geübt zu haben, was eigentlich nicht die Regel ist. Unter den guten Ratschlägen des Altbürgermeisters, des neuen Kreistagsabgeordneten Sebastian Rick, von Amtsdirektor Thilo Richter und Spielmannszug-Vereinspräsident Günther Müller brauchte Ivonne Haase etwa 40 bis 50 Schläge. Aber: Sie ist noch nicht im Amt, sie hat nicht aufgegeben und das Ziel wurde erreicht! Ähnlich stoisch und hartnäckig verfolgt auch der Vorsitzende der Hirschfelder Spielleute Günther Müller seine Aufgabe. Seit 25 Jahren und damit seit einem Viertel Jahrhundert führt er den Verein Jahr für Jahr zum Erfolg. Gleich nach der Ehrung gab Günther Müller das Kompliment an alle seine Vereinsmitglieder, an alle Vereine von Hirschfeld und die vielen Einzelpersonen weiter, die in jedem Jahr zum Gelingen des Festes beitragen.
 
Nach dem Fest, ist vor dem Fest. und so steckt ein komplettes Jahr Vorbereitungen im 51. Musikfest. Danach gefragt, offenbart Günther Müller eine endlose Liste der abzuhakenden Aufgaben. Die Palette reicht zum Beispiel von der Auswertung des vorangegangenen Festes gleich nach dem Event, über die zeitnahe Bestellung der Musikergruppen, bis hin zu den Straßensperren, der Aufstellung der Zäune, der Müllbeseitigung bis hin zur Organisation der medizinischen Absicherung und der Verpflegungsstände. Obwohl viele ehrenamtlich arbeiten, fallen enorme Kosten an lange bevor der erste Ton beim Musikfest erklingt. Dann der Unsicherheitsfaktor Wetter. Regen, Kälte, extreme Hintze haben immer schon für Einbußen gesorgt. Schon lange vor dem Fest könne er nicht richtig schlafen, gesteht Günther Müller ein. Und in diesem Jahr fanden noch dazu zeitgleich mehrere Feste in der Umgebung statt
 
Unter Günther Müller hat sich das Internationale Musikfest von Hirschfeld von einer ehemals strengen eintägigen Sonntagsveranstaltung mit nur einer Musikrichtung zu einem Musikfest gemausert, bei dem jeder in jeder Altersgruppe auf seine Kosten kommt. In diesem Jahr gab es zum Beispiel in der Nacht zum Samstag Hard- Rock mit den „Engeln in Zivil“, einer Böhse Onkelz Cover-Band aus Sachsen und in der Nacht zum Sonntag einen Schlager-Mix für die „gemäßigten-moderaten“ Musikfans. Dazwischen immer wieder Auftritte des Fanfarenzuges Großräschen und des Jugendblasorchester Cheb/Eger. Neben letzteren beiden Formationen und den beiden Gastgebergruppen aus Jugend und Erwachsenen der Hirschfelder sorgten dann am Sonntag auch noch der Fanfarenzug aus Straußberg, das Marsch- und Drillkontingent des Spielmannszuges Oberlichtenau, der Fanfarenzug aus Dresden, der Spielmannszug Radeberg, die Dudelsäcke „Dresden Pipes and Drums und das Blasorchester Wilsdruff für ein geniales mehrstündiges Musikerlebnis mit großem Finale.
 
„Wir wollen hier an den drei Tagen die Musik an sich feiern, egal welche Richtung. Wir sind offen für jede Musikrichtung“, bringt es am Rande des Festes Jonas Roch, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit, für die Ausbildung von Jugendlichen und die Organisation der vielen Auslandskontakte auf den Punkt. Die Hirschfelder mit ihren etwa 70 Vereinsmitgliedern, darunter 30 Jugendliche, halten Kontakt mit Vereinen in sieben Ländern in Europa, die auch regelmäßig besucht werden. Daneben wird weltweit zu Festen aufgespielt, wie zum Beispiel bereits in New York oder Peking. Der Traum Olympia Rio de Janeiro 2016 ließ sich nicht umsetzen. Jetzt wird von Olympia Japan – Tokio geträumt, so Günther Müller.

 


50. Internationales Landesmusikfestival 2018

Lausitzer Rundschau vom 11. Juni 2018, Autor und Fotograf: Veit Rösler, URL: https://www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/hirschfeld-50-internationales-landesmusikfestival_aid-23330391

Jubiläum in Hirschfeld

Gigantische Schau der Musikvereine

Stimmung und Gänsehaut pur erlebten die Besucher des 50. Internationalen Landesmusikfestivals in Hirschfeld. Die Gäste marschierten vorneweg.

Stimmung und Gänsehaut pur erlebten die Besucher des 50. Internationalen Landesmusikfestivals in Hirschfeld. Die Gäste marschierten vorneweg. FOTO: Veit Rösler
Hirschfeld. Zum 50. Mal: Internationales Landesmusikfestival in Hirschfeld begeistert die Teilnehmer und die vielen Zuschauer. Von Veit Rösler

Eine unfreiwillige Aktion gab es in diesem Jahr gleich zum Auftakt des 50. Jubiläumsmusikfestes in Hirschfeld. Pünktlich zum Starttermin landete am Freitagabend in einem beeindruckenden Schauspiel ein ADAC-Rettungshubschrauber wegen eines angeforderten Notarztes auf der Festwiese im Waldstadion. weiter lesen ..

 

Von Kindesbeinen an dabei: Vertreter des Heimatvereins Hirschfeld mit den jüngsten Teilnehmern.

Von Kindesbeinen an dabei: Vertreter des Heimatvereins Hirschfeld mit den jüngsten Teilnehmern. FOTO: Veit Rösler

Nach der politischen Wende wurde daraus ein eigenständiger Verein. Den ursprünglichen Sportverein „Deutsche Eiche“ gibt es schon lange nicht mehr. Die Hirschfelder Spielleute fahren neben den Inlandsgegenbesuchen kontinuierlich nahezu in jedem Jahr zu zwei Auslandseinsätzen, mindestens in die europäischen Nachbarstaaten. Höhepunkte waren 2003 die Teilnahme an der Steubenparade in New York und 2008 die Reise zu den Olympischen Spielen in Peking.
Gegenwärtig bereitet sich der 70-köpfige Musikverein auf die World Gymnaestrada 2019 in Österreich vor. Großes Ziel sei 2020 die Beteiligung an den Olympischen Spielen in Tokio, was wegen der enormen finanziellen Herausforderung allerdings noch offen ist.
Der 50. Musikfestgeburtstag in Hirschfeld stellte in diesem Jahr ebenfalls eine Herausforderung dar. Mit den diesmal 14 beteiligten Gruppierungen war der Zeitplan am Sonntagnachmittag eng gestrickt. Sonst waren es maximal zehn. „Sicherlich könnte sich jede Formation allein schon stundenlang präsentieren. Wir müssen daher auf die exakte Einhaltung des Ablaufplanes achten“, so Jonas Roch vom Vorstand des Vereins.
Mit dabei natürlich die Stammgäste in Hirschfeld, das Marsch- und Drillkontingent Oberlichtenau sowie die Fanfarenzüge aus Strausberg und Dresden. Für ein Kontrastprogramm sorgten die Guggemusiker und Dudelsackspieler. Ein beeindruckendes Schauspiel war der gemeinsame Aufzug aller Formationen. Ziel sei jedoch nicht, so Jonas Roch, ein einmaliges, herausragendes Musikfest als Jubiläum zu feiern, sondern das langjährige hohe Niveau kontinuierlich beizubehalten.

Die 14 Formationen, die bei dem Musikfestival aufgetreten sind, waren nicht nur musikalisch top, sondern auch eine Augenweide.

Die 14 Formationen, die bei dem Musikfestival aufgetreten sind, waren nicht nur musikalisch top, sondern auch eine Augenweide. FOTO: Veit Rösler

Lausitzer Rundschau, 13.06.2018, Autor und Fotograf: Veit Rösler, URL:https://www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/turnerfahne-erzaehlt-eine-spannende-geschichte_aid-23388439Turnerfahne erzählt eine spannende Geschichte
Im Rahmen des Programms „Zeitensprünge“ kümmern sich junge Menschen um den Erhalt der mehr als 90 Jahre alten Turnerfahne.

Im Rahmen des Programms „Zeitensprünge“ kümmern sich junge Menschen um den Erhalt der mehr als 90 Jahre alten Turnerfahne. FOTO: Veit Rösler
Hirschfeld. Nach der Machtergreifung der Nazis war die Fahne des Turnvereins Deutsche Eiche Hirschfeld jahrzehntelang verschollen. Jetzt ist sie wieder aufgetaucht. Junge Menschen kümmern sich um das Symbol. Von Veit Rösler
Der Spielmannszug „Deutsche Eiche“ Hirschfeld ist aus einer 1906 ins Leben gerufenen Knüppelkapelle des Turnvereins Deutsche Eiche hervorgegangen. Das schönste und beeindruckendste Insignium eines jeden Vereins ist eine Fahne. Am 8. Mai 1927 wurde die Fahne des Turnvereins Deutsche Eiche Hirschfeld geweiht. Insgesamt 27 weitere Turn-, Militär- und Radfahrvereine aus der Umgebung nahmen an der Zeremonie teil. Ob die Hirschfelder Turner schon vorher eine Fahne hatten, ist unklar. Klar ist, dass die Turnerfahne jahrzehntelang verschollen war.
Nur sechs Jahre nach der Fahnenweihe wurde der Hirschfelder Spielmannszug wie unzählige weitere Vereine durch die Nationalsozialisten verboten. Die Turnerfahne wäre vernichtet worden, wäre sie in die Hände der Machthaber gefallen. Die bunte Vielfalt der deutschen Vereinskultur war Adolf Hitler ein Dorn im Auge. Um die Fahne zu retten, wurde sie von mutigen Vereinsmitgliedern versteckt. Von nun an galt die Fahne als verschollen. So konnten auch ihre Messingbeschläge nicht als kriegswichtiges Metall eingeschmolzen werden. Nach dem Krieg wurden von der sowjetischen Militäradministration auch wiedergegründete Sportvereine verboten, weil sich in ihnen faschistische Organisationen hätten verbergen können. Die Vereinsfahne der Hirschfelder Turner blieb ohnehin verschollen.
Doch nun ist das Symbol mit einem enormen ideellen und geschichtlichen Wert wieder da. Gefunden wurde es, als der langjährige BSG-Leiter Heinz Melzer bei einem Arbeitseinsatz den Schuppen neben dem Sportlerheim aufräumen ließ. Nachdem sich die fleißigen Helfer durch das Materiallager durchgearbeitet hatten, galt es noch einen letzten Haufen aus Erde und Dünger zu entsorgen. Man staunte nicht schlecht, als ein bunter Stofffetzen in dem Haufen zum Vorschein kam. Es war die ohne weitere Schutzmaßnahme zusammengerollte Turnerfahne. Auch die Fahnenstange und die darauf eingeschlagenen Nägel von 1927 fanden sich an.
Unter der Obhut des Spielmannszuges „Deutsche Eiche“ hat sich der „Mädchentreff Hirschfeld“ der Vereinsfahne als Projektarbeit angenommen. Unter dem Motto „Der Überlebenskampf einer Vereinsfahne“ wird sie im Rahmen des Jugendprogramms „Zeitensprünge“ im Landesjugendring Brandenburg als eine Projektarbeit behandelt, die vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg gefördert wird. Dafür fahren die beteiligten Jugendlichen am kommenden Samstag zusammen mit Mitgliedern des Spielmannszuges zur Projektvorstellung nach Potsdam. Im Rahmen der Projektarbeit wurde die Fahne in Eibenstock von einem Fahnenrestaurator der Fahnen-Fachfirma Diersch & Schmidt begutachtet. Die Fahne sei trotz der Lagerung noch erstaunlich gut erhalten, wurde festgestellt.